Reformprojekte

Die Fondation CH2048 versteht sich als Plattform für die Suche nach den wirksamsten Reformvorschlägen für eine global wettbewerbsfähige und verantwortliche Schweiz und deren effiziente Einspeisung in den politischen Prozess.

Für die Lancierung und Durchführung der Reformprojekte der Fondation CH2048 sind folgende Elemente wesentlich:

  • Die Plattform für die Suche nach den wirksamsten Reformvorschlägen ist der rund 70 bis 80 Persönlichkeiten umfassende Beirat, in dem möglichst alle wichtigen Stakeholder aus Wissenschaft, Unternehmen, Wirtschafts- und Arbeitnehmerverbänden, Zivilgesellschaft/NGO`s sowie Politik/Verwaltung, die sich mit den Werten und Zielen der Fondation CH2048 identifizieren, vertreten sind. Der Stiftungsrat wird sich in seinen Entscheidungen von den Empfehlungen des Beirates leiten lassen. In diesem Sinne versteht sich der Stiftungsrat primär als „enabler“ und „facilitator“.
  • Der Stiftungsrat und der Beirat werden in ihrer Suche nach den wirksamsten Reformvorschlägen jeweils von einer Arbeitsgemeinschaft von erstklassigen Wissenschaftern und weiteren Experten professionell unterstützt.
  • Die Fondation CH2048 betreibt keine originäre Forschung: es wird auf bereits existierende Analysen von Problemen und allfälligem Handlungsbedarf abgestellt. Dies gilt auch für die zu evaluierenden Reformoptionen.
  • Es wird auf Vorschläge oder bereits implementierte Reformvorschläge aus dem In- und Ausland zurückgegriffen: aus Wissenschaft, Think Tanks, Verbänden, Parteien sowie Politik und Verwaltung. D.h.: die Fondation CH2048 wird nicht mit fundamental neuen Reformvorschlägen aufwarten.
Dr. Christoph Koellreuter, Initiant und Vizepräsident Fondation CH2048 Prof. Dr. Tobias Straumann, Universitäten Zürich und Basel, Mitglied Beirat CH2048 Dr. Felix R. Ehrat, Mitglied Konzernleitung Novartis Prof. Dr. Ernst Brugger, Brugger Consulting, Mitglied Beirat CH2048 Anita Fetz, Ständerätin Basel-Stadt, Mitglied Beirat CH2048


Der Ansatz der Fondation CH2048 ist trotzdem einzigartig
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Die Beurteilung der Wirksamkeit eines Reformvorschlags ergibt sich auf der Basis der Evaluation auf der Grundlage von drei Kriterien:  

  1. Fördert der Vorschlag die globale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz?
  2. Fördert der Vorschlag das Anliegen der verantwortlichen Schweiz?
  3. Ist der Vorschlag potentiell mehrheitsfähig?

Dank der rigorosen Beurteilung nach diesen drei Kriterien werden im Prozess der Suche nach den wirksamsten Reformvorschlägen auch Reformoptionen evaluiert, die es schlussendlich nicht schaffen, von der Fondation CH2048 in den politischen Prozess eingespiesen zu werden. Damit ergibt sich als Nebenprodukt eine meist ablehnende gut fundierte Beurteilung von manchen Initiativen, die das politische System der Schweiz beschäftigen.

  • Die Fondation CH2048 dürfte im Regelfall in einem bestimmen Problem- und Handlungsfeld nach Abschluss des Suchprozesses nicht nur einen Reformvorschlag präsentieren, sondern ein Paket von Reformvorschlägen, um zwei Ziele zu erreichen:
  • eine Verstärkung der Wirksamkeit im Blick auf das Anliegen der global wettbewerbsfähigen und verantwortlichen Schweiz
  • oft kann erst durch ein Paket an Reformvorschlägen die politische Mehrheitsfähigkeit der einzelnen Reformvorschläge erreicht werden.

Hoher Grad an Vernetzung der Fondation CH2048 mit der institutionellen Politik, um die Mehrheitsfähigkeit der Reformvorschläge der Fondation CH2048 zu erreichen:

  • ein guter Drittel des Stiftungsrates sind aktive oder ehemalige Bundesparlamentarier, bzw. Mitglieder von Kantonsregierungen
  • rund ein Fünftel des Beirates sind aktive Bundesparlamentarier oder Mitglieder kantonaler bzw. städtischer Exekutiven

  Reformprojekte werden im Regelfall in zwei Stufen abgewickelt

  • Erste Stufe: in einem bestimmten Problemfeld (wie z.B. im Falle der am 21.3.2016 ausgelösten zweiten Entwicklungsetappe der Fondation CH2048 im Blick auf die sich stellenden Innovations- und Produktivitätsprobleme) wird in mehreren Handlungsfeldern mit vielen potentiell möglichen Reformstossrichtungen mit dem Stiftungsrat und dem Beirat ein wissenschaftlich und professionell gestützter umfassender Evaluationsprozess abgewickelt, bevor die Entscheidung gefällt wird , in welchem/n präziser gefassten Themenfeld/ern mit welchen Vorgaben für Reformstossrichtungen nächste Reformprojekte ausgelöst werden sollen.
  • Beim ersten Reformprojekt der Fondation CH2048 im Themenfeld Steuern/Transfers entfiel die erste Stufe: auf der Grundlage einer rudimentären Evaluation durch die Initianten der Fondation CH2048 wurde das Themenfeld Steuern/Transfers von natürlichen Personen sowie die Vorgaben für die drei Reformstossrichtungen anlässlich der Gründung der Fondation Ch2048 Ende Februar 2014 festgelegt.
  • Zweite Stufe: auf der Grundlage der Ergebnisse der Stufe 1 werden relativ präzise Reformprojekte lanciert und abgewickelt. Zur Zeit muss noch offen bleiben, ob für die Suche nach den jeweils wirksamsten Reformvorschlägen jeweils eine projektspezifische „Gruppe CH2048“ eingesetzt werden soll.